Ohne Lech kein Forggensee, die Geschichte des

Lech berührt auch die Geschichte des  Forggensees

Im Arlberggebiet liegt auf ca. 1.900 Meter Höhe der Formarinsee. Der Formarinbach und der Spullerbach bilden zusammen die Geburtssätte des Lech (der Steinige). In Jahrmillionen grub er sich seinen Lauf durch das Gebirge, links die Allgäuer Alpen, rechts die Lechtaler Alpen und Tirol, wobei er in der immer flacher werdenden Landschaft bis Füssen sein Temperament mehr und mehr zügelt und dabei 120 Kilometer bis Füssen zurücklegt. Zur Römerzeit wurde das Lechtal auch als Marschroute, Via Claudia Augusta genannt, von den Soldaten in den Süden und Norden bevorzugt.

Am Oberlauf des Lech konnten durch seine Schneidearbeit internationale Wander- und Skigebiete mit den Orten Lech, Warth, Zürs u.a. erschlossen werden. Erwähnenswert ist der gut ausgebaute und beschriebene Lechtalwanderweg, der in 7 Etappen erlebnisreich bis Füssen erwandert werden kann.  Neben vielem Sehenswerten schwebt eine Hängebrücke 110 Meter hoch über das Höhenbachtal zum Simmswasserfall und zum Juwel Schigge. Auf österreichischem Gebiet bei Nußau, Blockau, Pinswangen, Musau und vor Füssen können Wanderer in den weit verzweigten Wildflußauen über die Kiesbänke hinweg die Füße kühlen. Nirgends ist der Lech in ein Betonbett ge- zwungen, alles Natur. Allerdings bedingt dies auch für die Lechtaler, daß sie gelegentlich mit heftigem Hochwasser zu rechnen haben. 

Der Ort Elbigenalp ist das Zentrum zwischen Reutte und Lech am Arlberg. Marie, die Mutter von Ludwig II, hielt sich hier gerne öfters auf. Der Ort ist auch der Geburtsort der legendären Geierwally, Anna Stainer-Knittel, die mit 17 Jahren einen Adlerhorst ausnahm. Allen Konventionen trotzend war sie vielleicht die erste Emanzipierte des 19. Jahrhunderts. Und das in dörflicher Umgebung, nicht in einer Großstadt.

Das mittlerweile breite und starke Dahingleiten des Lechs am Ortsrand von Füssen, vorbei an den Flusswaschstellen der Waschermadels, fern der Zeit der Waschmaschinen, nach seinem abgestuften Lechfall hat er noch eine Barriere aus Muschelkalk und Partnachschichten in einer Schlucht zu überwinden. Nach einem Wehr kann er endlich den Forggensee durchströmen und ihn bis zu den Schleusentoren in Roßhaupten füllen. Bildergalerie ist in Vorbereitung.

 

 

 Siehe auch:

"Lechweg Formarinsee-Füssen,Wanderkarte"

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